Mitteilungsforum der BLN

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(cl). Am 16. November waren der BLN-Vorstand sowie circa 35 weitere interessierte Neuhofer zu Besuch bei der BRITA GmbH. Dort wurden sie zunächst von Pressesprecherin Sabine Rohlff und weiteren Mitarbeiterinnen in Empfang genommen sowie in drei Gruppen zu je zehn Teilnehmern eingeteilt.

Zu Beginn einer Führung gab Sabine Rohlff einen kurzen Überblick über die erfolgreiche Firmengeschichte unter dem Vorsitz ihres kürzlich verstorbenen Gründers und Seniorchefs Heinz Hankammer (1931-2016) und dessen Sohn Markus Hankammer (seit 1999 Geschäftsführer). Die BRITA Gruppe mit ihren circa 1500 Mitarbeitern in Deutschland und internationalen Ausland hat ihren Hauptsitz in Taunusstein, ein Zentrallager in Frankfurt sowie Produktionsstätten in Deutschland, in der Schweiz, in Großbritannien und Italien. Die BRITA Produkte lassen sich grob in die beiden Bereiche „Consumer“ und „Professional“ unterteilen. Zum Bereich „Consumer“ gehören die bekannten Filter-Kannen und –Karaffen, Filterflaschen für unterwegs, Filterkartuschen für den Einbau in diverse Haushaltsgeräte anderer Unternehmen sowie komplexe Wasseraufbereitungsanlagen (Wasserbar). Zum Bereich „Professional“ gehören Filter für gastronomisch genutzte Kaffeemaschinen, Kombidämpfer, Spülmaschinen, Wasserspender etc. Pressesprecherin Rohlff informierte die Gruppen, dass es rund 100 Patente auf die werkseigenen Produkte gebe, denn besonders auf dem asiatischen Markt sei die Gefahr von Plagiaten groß.

Die BRITA GmbH hat neben ihren innovativen Produkten eine Vielzahl von Zertifikaten, die den hohen Qualitätsanspruch widerspiegeln. Zeitversetzt und antizyklisch ging es für die interessierten Neuhofer dann in die wenige Gehminuten von der Hauptzentrale gelegene Produktion. Dort wurden die Teilnehmer unter anderem von Produktionsleiter Karl-Heinz Friedrich durch den Produktionsbereich geführt. Erstaunlich war für die Besucher, wie hoch der Automatisierungsgrad in der Produktion ist. Produziert wird in drei Schichten durchgehend über das ganze Jahr. Weiter informierte Produktionsleiter Friedrich seine Gäste über die jeweils 30-minütigen Sterilisationsprozesse der Kartuschen sowie über das System der Roboterpalettierung.

In der anschließenden Diskussionsrunde im Konferenzraum (mit hauseignem gefilterten Wasser und kleinem Imbiss empfing Geschäftsführer Markus Hankammer seine Gäste. Den vielen (von Sabine Rohlff moderierten) Fragen zum Unternehmen sowie dem derzeit heiß im Ort diskutierten Thema „Hochregal-Lager“ stellten sich neben Hankammer auch Stefan Jonitz (Chief Financial Officer BRITA Group), Norbert Nagl (Director Group Logistics) und Christian Meyer (Director Group Facility Management). Dabei betonte Markus Hankammer noch vor Eröffnung der Fragerunde, dass ihm das direkte Gespräch mit den Neuhofern sehr wichtig sei und dass er sich auch in Zukunft einen direkten Austausch mit ihnen wünsche. Die Fragerunde an den BRITA-Vorstand eröffnete Hans-Georg Lilge, zweiter Vorsitzender der BLN. Er gab zu bedenken, dass sich BRITA innerhalb Neuhofs logistisch einerseits neu aufstellen möchte, andererseits eine Produktion in China aufgebaut werden solle. Darauf erwiderte Hankammer, dass „zwar unser Hauptmarkt außerhalb von Deutschland liegt, wir dennoch unseren Expansionsfokus auf unser Hauptquartier in Taunusstein legen.“  Taunusstein sei auch weiterhin die wichtigste Produktionsstätte weltweit und das größte Geschäft sei trotz Expansion im asiatischen Raum weiterhin in Europa. Bei den Erweiterungsplänen stellte der Unternehmensführer auch die Option von 200 zusätzlich einzustellenden Mitarbeitern in Aussicht.  Ein weiterer Bürger Neuhofs warf anschließend die Steigerung des LKW-Verkehrs nach dem Bau des Hochregallagers in den symbolischen Ring. Obwohl die Geschäftsführung daraufhin eine Zahl von 50 LKW pro Tag nannte, sei es laut Hankammer jedoch nicht sinnvoll und für ihn keine realistische Option, aufgrund der baulichen Beschaffenheit LKW durch den Kreisel fahren zu lassen. Dazu regte ein anderer Gast an, eine sogenannte Schleppkurvenberechnung durchzuführen, denn auch laut Hans-Georg Lilge „ist es mit ein paar Schildern nicht getan.“ Bauleiter Christian Meyer war jedoch davon überzeugt, dass „alle Knotenpunkte und Lichtanlagen gut ausgebaut seien.“ Zur Klärung der Beschaffenheit des Untergrunds (Faulschiefer) werden aktuell weitere Bohrungen durchgeführt. Von diesem Ergebnis sei es, laut Mayer, abhängig, ob und inwieweit das Lager weiter (wie von der BLN gefordert) in die Tiefe gebaut werden könne. Ein sogenanntes Breitregallager sei jedoch definitiv keine Option. Unmut kam im Publikum auf, als seitens BRITA betont wurde, dass alles keine „definitive Planung“ darstelle und sich alles noch ändern könne, in Bezug auf die Farbgestaltung des Hochregallagers oder dem Grundriss bzw. dem Aussehen der zusätzlichen Verwaltungsgebäude.   Alles in allem war es ein konstruktiver Dialog zwischen der BRITA (auf deren Initiative eingeladen wurde) und Neuhofer Bürgern, was auch in den zusammenfassenden Worten unseres Vorsitzenden Heinz Herbert Moll zum Ausdruck kam.

Die „BRITA GmbH“ im Internet: www.brita.de

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